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Therapiegruppe Sexualität

Offen über Sexualität sprechen

Sexualität ist ein wichtiger Teil unserer Identität– und gleichzeitig ein Bereich, über den vielen Menschen das Sprechen besonders schwerfällt. Scham, Unsicherheit, Leistungsdruck oder unerfüllte Erwartungen in der Partnerschaft führen dazu, dass Probleme in der Sexualität verdrängt werden.

In unserer Therapiegruppe Sexualität lernen die Patienten in einem diskreten Raum offener über ihre Sexualität zu sprechen. Im Vordergrund steht der ehrliche und respektvolle Austausch sowie das gemeinsame Erarbeiten von Lösungsstrategien. Denn viele sind von Themen wie fehlender Lust, Potenzproblemen, Insuffizienzgefühlen, Ängsten oder Unehrlichkeit in der Partnerschaft betroffen.

Die Therapiegruppe Sexualität ist ein ergänzendes Angebot zu unseren Einzel- und Gruppentherapieangeboten in der Privatklinik ChiemseeWinkel und findet im Rahmen des regulären 6- bis 8-wöchigen stationären Aufenthalts statt.

Ablauf der Therapiegruppe

Die Gruppe ist zeitlich klar strukturiert, aber inhaltlich bewusst offen gehalten, damit die Themen der Teilnehmer im Vordergrund stehen:

  • 3 Sitzungen I je 1 x wöchentlich für Frauen und Männer à 90 Minuten:
    In den ersten drei Wochen finden bewusst geschlechtergetrennte Termine statt. Das erleichtert es vielen, sich beim Thema Sexualität zu öffnen und Hemmungen abzubauen.
  • Woche 4 I 2 Sitzungen gemischt à 90 Minuten: Ziel der Sitzungen ist es, dass Männer und Frauen ihre Themen gegenseitig schildern, das eigene Erleben besser verstehen und neue Sichtweisen gewinnen.
  • Die Inhalte entstehen aus den Anliegen der Patienten wie z.B.:
    • Ängste rund um Sexualität und Intimität
    • Insuffizienz- und Versagensgefühle
    • fehlende Lust oder Unterschiedlichkeiten im sexuellen Verlangen
    • Erektions- bzw. Potenzprobleme
    • Unehrlichkeit oder Geheimnisse gegenüber dem Partner
  • Psychoedukative Inhalte und gewaltfreie Kommunikation:
    Die Patienten erlernen Skills, wie sie beim Thema Sex mit schwierigen Situationen umgehen können, z.B. durch:

    • Affektwahrnehmung/-benennung: Was fühle ich wirklich – und wie spreche ich darüber?
    • Fight–Flight–Freeze-Reaktionen: Wie reagiert mein Nervensystem in intimen oder belastenden Situationen?
Was tun bei einer Panikattacke? Langfristige Lösungen

Ziel: Let’s talk about sex

  • Hemmschwelle senken, über Sexualität zu sprechen: Das zentrale Ziel der Therapiegruppe ist es, dass unsere Patienten ins Gespräch kommen – offen, ehrlich und respektvoll. Sexualität soll wieder als ein lebendiger, integrierter Teil des eigenen Lebens erlebt werden – nicht als belastendes oder schambesetztes Tabuthema
  • Gemeinsam Lösungsstrategien entwickeln: Im Zentrum steht das gemeinsame Erarbeiten von konkreten Handlungsmöglichkeiten, z.B. Wie kann ich mit meinen Ängsten in der Sexualität konstruktiver umgehen? Wie können intime Gespräche mit dem Partner gelingen?
  • Bewusstwerdung für eigene Muster: Wenn ein Patient erkennt, welche inneren Muster und Überzeugungen durch Sexualität oder Situationen aus dem Liebesleben aktiviert werden, entsteht mehr Klarheit – und damit die Möglichkeit, achtsamer zu handeln.

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