Podcast-Folge #061 online
Welle der Veränderung: Wie Monika Keck 2004 den Tsunami in Thailand überlebte – und nach einer PTBS im Wasser Heilung fand
„Ich fühlte mich schuldig, weil ich überlebt habe.“ – Monika Keck
In der neuen Folge unseres Podcasts Berg & See:le erzählt Monika Keck ihre bewegende Geschichte vom Überleben des Tsunamis in Thailand im Jahr 2004 – und davon, wie ein Urlaub im Paradies innerhalb kürzester Zeit zu einer existenziellen Ausnahmesituation mit einschneidenden Folgen wurde.
Denn zurück in Deutschland beginnt der eigentliche Kampf. Bei Monika Keck entwickeln sich Symptome einer Posttraumatischen Belastungsstörung: wiederkehrende Albträume, intensive Flashbacks, Panikattacken und körperliche Stressreaktionen in scheinbar harmlosen Alltagssituationen gehören dazu. Bestimmte Geräusche, Lieder oder Bewegungen reichen aus, um das Nervensystem in einen Alarmzustand zu versetzen. Monika Keck erhält die Diagnose PTBS und beginnt eine gezielte Traumatherapie.
Der Gamechanger folgt 2019 – 15 Jahre nach der Katastrophe: Sorgfältig vorbereitet kehrt Monika Keck alleine nach Thailand zurück und stellt sich bewusst dem Ort des Geschehens. Die Konfrontation mit dem Trauma erlebt sie als emotional, schmerzhaft und zugleich befreiend.
Heute beschreibt Monika Keck den Prozess als posttraumatisches Wachstum – die Chance, aus tiefen Krisen heraus neue Stärke, Sinn und innere Stabilität zu entwickeln. Aus dieser Erfahrung heraus engagiert sie sich mittlerweile für Menschen in ähnlichen Situationen und hat unter anderem das Fünf-Seen-Schwimmen ins Leben gerufen, das Menschen mit Trauer-, Angst- und Trauma-Erfahrungen die Möglichkeit bietet, sich in der Gemeinschaft zu bewegen und innerlich zu wachsen.