Akupunktur
Bewährte Heilmethode für Körper und Seele
Akupunktur ist eine bewährte Behandlungsmethode aus der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Sie gehört zu den ältesten bekannten Therapieverfahren der Welt und wurde bereits vor mehr als 2.000 Jahren zur Behandlung unterschiedlicher Beschwerden eingesetzt.
In der psychosomatischen Privatklinik ChiemseeWinkel ist Akupunktur bei entsprechender Indikation fester Bestandteil des integrativen Therapieplans. Sei kann dazu beitragen, innere Anspannung zu reduzieren, das vegetative Nervensystem zu stabilisieren und körperliche Begleitbeschwerden zu lindern. So werden Körper und Psyche gleichzeitig in den Behandlungsprozess einbezogen.
Wie wirkt Akupunktur?
Bei der Akupunktur werden feine Metallnadeln in ausgewählte Punkte der Haut und tieferliegender Gewebsschichten gesetzt. Durch diese gezielte Reizsetzung können verschiedene Systeme im Körper beeinflusst werden. Dazu gehören unter anderem das autonome Nervensystem, die Freisetzung wichtiger Botenstoffe im Gehirn sowie verschiedene biochemische Prozesse im Organismus.
Akupunktur kann dazu beitragen…
- innere Unruhe und Anspannung zu reduzieren
- die Stressregulation zu unterstützen
- das vegetative Nervensystem zu stabilisieren
- akute körperliche Beschwerden zu lindern und
- die körpereigenen Selbstheilungskräfte zu aktivieren
Akupunktur bei psychischen & psychosomatischen Krankheiten
Psychische Belastungen wirken sich oft nicht nur auf das seelische Wohlbefinden aus, sondern zeigen sich auch körperlich – beispielsweise durch Schlafstörungen, innere Unruhe, Erschöpfung, Anspannung oder Schmerzen.
Insbesondere bei Depressionen und Angststörungen gibt es wissenschaftliche Hinweise auf eine unterstützende Wirkung der Akupunktur. Studien deuten darauf hin, dass sie im Rahmen eines ganzheitlichen Behandlungskonzepts positive Effekte auf Stimmung, Anspannung und Wohlbefinden haben kann. Untersuchungen zeigen zudem, dass die Kombination aus Akupunktur und medikamentöser Behandlung häufig bessere Ergebnisse erzielt als eine alleinige medikamentöse Therapie.
Auch bei Angststörungen und chronischen stressbedingten Beschwerden werden positive Effekte beschrieben. Akupunktur wird hier häufig ergänzend eingesetzt, um innere Unruhe zu reduzieren, die Stressregulation zu unterstützen und die psychische Stabilisierung zu fördern.
Darüber hinaus wird sie häufig als besonders angenehm empfunden, weil sie…
- bei fachgerechter Anwendung kaum Nebenwirkungen hat
- individuell auf die Beschwerden abgestimmt wird
- eine Ergänzung oder Unterstützung bestehender Therapien ermöglicht
- als sanfte und beruhigende Methode erlebt wird
- Raum für persönliche Zuwendung und Ruhe schafft
Akupunktur verfügt generell über ein sehr breites Anwendungsgebiet und wird auch bei zahlreichen körperlichen Beschwerden eingesetzt. Dazu zählen beispielsweise chronische Schmerzen, Atemwegs- und Magen-Darm-Erkrankungen, funktionelle Herz-Kreislauf-Beschwerden oder die begleitende Unterstützung bei Suchterkrankungen und onkologischen Behandlungen.
Ablauf der Akupunkturbehandlung
Ob eine Akupunkturbehandlung sinnvoll ist, wird gemeinsam mit dem behandelnden Arzt und dem Bezugstherapeuten entschieden. Der Wunsch nach einer Akupunkturbehandlung kann vom Patienten bereits beim Aufnahmegespräch geäußert werden.
Nach einem ausführlichen Anamnesegespräch kann unsere erfahrene Akupunkturärztin unmittelbar mit der Behandlung beginnen. Wir bieten unseren Patienten zudem die Möglichkeit, die Therapie bei einer Probesitzung auszuprobieren.
Dauer und Häufigkeit der Behandlung:
- Dauer/Sitzung: 20 bis 30 min
- Empfohlenes Intervall: ein- bis dreimal pro Woche
Dies hängt maßgeblich vom Gesamt-Therapieplan ab - Umfang: in der Regel 10 Einheiten
Akupunktur I Häufig gestellte Fragen
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Wie viele Akupunktursitzungen sind sinnvoll?
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Eine Behandlungsserie umfasst in der Regel etwa zehn Sitzungen. Bei chronischen Beschwerden können auch mehr Behandlungen erforderlich sein.
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Ist Akupunktur schmerzhaft?
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Viele Menschen sind überrascht, wie wenig die feinen Akupunkturnadeln zu spüren sind.
Ein häufiges Vorurteil lautet, dass Akupunktur schmerzhaft sei. Tatsächlich empfinden die meisten Patienten die Behandlung als gut verträglich. Oft entsteht bereits während der Sitzung ein Gefühl von Ruhe und Entspannung.
Wer unsicher ist, kann die Methode zunächst im Rahmen einer Probesitzung kennenlernen.
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Wann setzt die Wirkung von Akupunktur ein?
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Der Zeitpunkt der Wirkung hängt von der Art und Dauer der Beschwerden ab.
Bei akuten Beschwerden berichten viele Patienten bereits nach ein bis drei Sitzungen über eine spürbare Linderung.
Bei chronischen Beschwerden, die bereits länger als sechs Monate bestehen, benötigt der Körper häufig mehr Zeit. Verbesserungen zeigen sich hier oft nach zwei bis drei Wochen beziehungsweise nach zehn bis fünfzehn Behandlungen.
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Für wen ist Akupunktur nicht geeignet?
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Akupunktur gilt bei fachgerechter Anwendung als ausgesprochen nebenwirkungsarm. Dennoch gibt es Situationen, in denen eine Behandlung nicht oder nur eingeschränkt infrage kommt.
Dazu gehören unter anderem:
- Gerinnungsstörungen
- akute Psychosen
- manische Episoden
- akute Suizidalität
- Epilepsie
- entzündete, verletzte oder bestrahlte Hautareale
- ausgeprägte Angst vor Nadeln
- Schwangerschaft (mit wenigen Ausnahmen)
- stark eingeschränkter Allgemeinzustand
- Herzschrittmacher bei Elektroakupunktur
- Allergien gegen die Beschichtung der Nadeln
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Kann ich die Behandlung zuhause selbstständig fortführen?
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Die klassische Akupunktur sollte ausschließlich durch qualifizierte Fachkräfte durchgeführt werden und kann daher nicht eigenständig zuhause fortgesetzt werden.
Je nach individuellem Behandlungsverlauf besteht jedoch die Möglichkeit, die Therapie durch eine einfache Form der Akupressur zu ersetzen. Hierfür werden kleine Pflaster mit aufgeklebten Samenkörnchen auf zuvor behandelte Akupunkturpunkte angebracht. Durch sanften Druck auf diese Punkte können Sie die Reize zuhause selbstständig aktivieren und die Behandlung unterstützend begleiten.