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Gruppentherapie

Der Gedanke, in einer Gruppe über persönliche Probleme zu sprechen, kann anfangs verunsichern. Viele unserer Patienten sagen zu Beginn: „Ich bin eigentlich kein Gruppenmensch.“ Doch gerade in der Gruppentherapie liegt eine große Heilungschance. Die Erfahrung, mit seinen Sorgen und Gefühlen nicht allein zu sein, sondern auf Menschen zu treffen, die einen wirklich verstehen, ist erfahrungsgemäß entlastend und heilsam.

Bei uns ist die Gruppentherapie eine zentrale Säule, die Ihre Einzeltherapie perfekt ergänzt. Sie bietet einen geschützten Raum, in dem Sie unter therapeutischer Anleitung Ihre individuellen Themen reflektieren, neue Perspektiven entdecken, voneinander lernen und gemeinsam neue Bewältigungsstrategien entwickeln können. Darüber hinaus bietet Ihnen die Gruppenarbeit die Möglichkeit, Zusammenhänge zwischen Ihren individuellen Beziehungsmustern und Beschwerden zu erkennen oder zu beantworten.

Gruppentherapie I Häufige Fragen

Was genau ist eine Gruppentherapie und wie läuft sie ab?

Bei einer Gruppentherapie wird eine kleine Gruppe von Patienten (ca. 8-10 Personen) von einem erfahrenen Therapeuten geleitet. Die Sitzungen finden in einem absolut vertraulichen und wertschätzenden Rahmen statt. Es geht nicht darum, sich zur Schau zu stellen, sondern darum, sich über gemeinsame Themen auszutauschen, Feedback zu erhalten und neue Verhaltensweisen in einem sicheren Umfeld zu erproben. Unsere Patienten nehmen während ihres 6- bis 8-wöchigen Aufenthaltes wöchentlich mindestens an zwei Gruppentherapien teil.

Was ist das Besondere an der Gruppentherapie in der Klinik ChiemseeWinkel?

Wir arbeiten mit sogenannten Indikativgruppen. Das bedeutet, die Gruppen sind thematisch auf spezifische Krankheitsbilder oder Lebenssituationen zugeschnitten. Sie sind also mit Menschen zusammen, die vor sehr ähnlichen Herausforderungen stehen wie Sie selbst. So gibt es zum Beispiel spezielle Gruppen für Menschen mit Depressionen, Burnout, Panikattacken oder auch für berufsspezifische Gruppen, z.B. Lehrer. Dieser thematische Fokus sorgt für eine hohe Relevanz und einen tiefen, verständnisvollen Austausch von Anfang an.

Ich bin kein Gruppenmensch – Warum soll ich die Therapie ausprobieren?

Diese Sorge ist sehr verständlich. Die Wirksamkeit der Gruppentherapie liegt aber gerade in mehreren „Wirkfaktoren“, die eine Einzeltherapie nicht bieten kann:

  • Die Erfahrung, nicht allein zu sein: Zu erkennen, dass andere Menschen ähnliche Gedanken und Gefühle haben, ist enorm entlastend und baut Scham- und Schuldgefühle ab.
  • Gegenseitige Unterstützung: In der Gruppe können Sie nicht nur Hilfe empfangen, sondern auch anderen helfen. Diese Erfahrung, für andere wertvoll zu sein, stärkt das eigene Selbstwertgefühl ungemein.
  • Neue Perspektiven erhalten: Sie profitieren von den unterschiedlichen Lebenserfahrungen und Lösungsstrategien der anderen Gruppenteilnehmer.
  • Ein soziales Übungsfeld: Die Gruppe ist der ideale, geschützte Ort, um neue Verhaltensweisen auszuprobieren, z.B. Grenzen zu setzen, für die eigene Meinung einzustehen oder Konflikte konstruktiv anzusprechen.

Bei welchen Krankheitsbildern ist der Austausch in der Gruppe besonders hilfreich?

Grundsätzlich profitieren Patienten mit fast allen psychosomatischen Erkrankungen von der Gruppentherapie. Besonders wirksam ist sie jedoch bei:

  • Depressionen, um der sozialen Isolation entgegenzuwirken und gemeinsam wieder Aktivität und Lebensfreude aufzubauen.
  • Burnout, um von den Erfahrungen anderer bei der Stressbewältigung und dem Setzen von Grenzen im Berufsleben zu lernen.
  • Sozialen Ängsten, da die Gruppe ein ideales Umfeld bietet, um Ängste in einem sicheren Rahmen schrittweise abzubauen.
  • Süchten und Abhängigkeiten, da die Kraft und der Halt der Gruppe ein entscheidender Faktor für die Abstinenz sind.

Was sind Psychoedukative Gruppenangebote?

Unsere Gruppenangebote verfolgen zwei zentrale Ziele: Ihnen konkrete Fähigkeiten für den Alltag zu vermitteln und Ihnen ein tiefes Verständnis für Ihre Erkrankung zu ermöglichen.

Ergänzend zu unseren Indikativgruppen, in denen Sie u.a. wirksame Strategien zur Bewältigung spezifischer Symptome (z.B. Gedankenkarussell oder Panikattacken) erlernen und gemeinsam mit anderen Betroffenen Wege zur Rückfallprophylaxe erarbeiten, bieten wir auch psychoedukative Gruppen an. Wir sind überzeugt: Wissen über die eigene Erkrankung ist ein entscheidender Schritt zur Genesung. In diesen Gruppen vermittelt unser Team verständlich Informationen zu Ihren Symptomen und den Behandlungsmöglichkeiten. Ein besonderes Anliegen ist uns dabei, auch Ihre Angehörigen einzubeziehen, um das gegenseitige Verständnis zu fördern und den Heilungsprozess gemeinsam zu unterstützen.

 

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