Co-Therapie
Vom ersten Moment Ihrer Ankunft an für Sie da: Unsere Co-Therapeuten sind ein zentraler Baustein unseres therapeutischen Konzepts und sorgen durch Empathie, Einfühlungsvermögen, Toleranz und Achtsamkeit dafür, dass Sie sich während Ihres 6- bis 8-wöchigen Aufenthalts bei uns sicher und verstanden fühlen und sich „fallen lassen“ können.
Unsere Co-Therapeuten sind examinierte Pflegefachkräfte mit zahlreichen Zusatzqualifikationen und Ihre wichtigste Bezugsperson neben Ihrem Bezugstherapeuten. Sie können Ihnen individuell Hilfe und Unterstützung bei der Tagesstrukturierung geben und fangen Sie in Krisen oder emotional belastenden Situationen auf – bei Bedarf auch durch unterstützende Einzelgespräche. Im Vordergrund steht die Hilfe zur Selbsthilfe (aktivierende Hilfe).
Unsere Co-Therapeuten leiten selbstständig spezielle Therapiegruppen, wie z.B.:
- Training sozialer Kompetenzen
- Stabilisierungsgruppe
- Entspannungsgruppen (Progressive Muskelentspannung nach Jacobson, Autogenes Training, Imaginationen…)
- Achtsamkeitsgruppe
- Fertigkeitengruppe
Co-Therapie I Häufige Fragen
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Was ist der Unterschied zwischen Co-Therapeut und Bezugstherapeut?
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Denken Sie in Bildern eines Teams: Ihr Bezugstherapeut (Ärzte, Psychologen) Psychotherapeut ist der Architekt Ihrer Therapie. Mit ihm ergründen Sie in den bis zu dreimal wöchentlich stattfindenden Einzelsitzungen das „Warum“ – die Ursachen und Dynamiken hinter Ihren Beschwerden.
Unsere Co-Therapeuten sind die erfahrenen Baumeister an Ihrer Seite. Die Brücke zwischen dem Verstehen und dem täglichen Handeln. Sie helfen Ihnen beim „Wie“, also bei der konkreten Umsetzung der erarbeiteten Lösungswege im Hier und Jetzt. Die Co-Therapeuten sind ihre festen Bezugspersonen und unterstützen sie dabei, dass die therapeutischen Erkenntnisse im täglichen Leben ankommen – natürlich immer in enger Abstimmung mit Ihrem Bezugstherapeuten.
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Welchen konkreten Nutzen hat die Co-Therapie für mich als Patient?
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Der größte Nutzen ist die nachhaltige Veränderung durch aktives Handeln. Eine der Hauptaufgaben der Co-Therapeuten ist die Vermittlung von Skills. Sie lernen und trainieren konkrete Fertigkeiten, um mit Krisen und seelischen Herausforderungen wie plötzlichem Stress oder aufkommender Angst wirksam umzugehen.
- Sicherheit & Geborgenheit: Durch achtsames Zuhören und unendliche Geduld schaffen die Co-Therapeuten einen sicheren Hafen. Sie wissen, dass immer jemand da ist.
- Praktische Alltagskompetenz: Sie erlernen alltagstaugliche „Werkzeuge“ zur Stressreduktion, Emotionsregulation und Krisenbewältigung.
- Ganzheitliche Betreuung: Die Co-Therapeuten sind auch Ihre Anlaufstelle für die medizinische Komponente und Ihr körperliches Wohlbefinden.
- Hilfe zur Selbsthilfe: Sie werden befähigt, nach Ihrem Aufenthalt gestärkt und mit einem Koffer voller erprobter Fertigkeiten in Ihren Alltag zurückzukehren.
- 24 h Stützpunkt: Unsere Co-Therapeuten sind rund um die Uhr für Sie da. Der Stützpunkt befindet sich zentral im Erdgeschoss unseres Hauses.
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Bei welchen psychosomatischen Erkrankungen kommen die co-therapeutischen Gruppen zum Einsatz?
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Unsere co-therapeutischen Gruppen sind darauf ausgelegt, die Symptome vieler psychosomatischer Erkrankungen wie Depressionen, Angststörungen, Burnout oder Traumafolgestörungen gezielt zu lindern, indem sie Ihnen konkrete Fertigkeiten vermitteln.
- Training sozialer Kompetenzen: Besonders hilfreich bei sozialen Ängsten und Depressionen. Hier lernen Sie, selbstsicherer aufzutreten und Grenzen zu setzen.
- Stabilisierungsgruppe: Ein Muss bei Traumafolgestörungen. Sie erlernen Techniken, um sich von belastenden Erinnerungen zu distanzieren und emotionale Stabilität wiederzuerlangen.
- Entspannungsgruppen: Wirksam bei allen stressbedingten Erkrankungen, Schlafstörungen und innerer Unruhe. Hierzu gehören:
- Progressive Muskelentspannung (PME) nach Jacobson: Lockert durch gezieltes An- und Entspannen die Muskulatur.
- Autogenes Training: Eine Form der Selbsthypnose, die über gedankliche Konzentration zu tiefer Entspannung führt.
- Imaginationen: Geleitete Fantasiereisen, die helfen, an innere Kraftquellen und sichere Orte anzudocken.
- Achtsamkeitsgruppe: Ideal bei Burnout und Depression. Sie lernen, aus dem Gedankenkarussell auszusteigen und den Moment wertzuschätzen.
- Fertigkeitengruppe (Skills): Zentral bei der Behandlung von emotional-instabilen Persönlichkeitsstörungen (z.B. Borderline) und starker innerer Anspannung.