Podcast-Folge #052 online
Technostress im Digitalen Zeitalter: Wege zu mehr Achtsamkeit und Balance
Wir alle kennen es: Eine E-Mail jagt die nächste, Zoom-Meetings reißen uns aus dem Flow, und zwischen Software-Updates und Benachrichtigungen fühlen wir uns wie in einem digitalen Dauerfeuer. Technostress – der Stress durch unsere digitalen Geräte – ist längst kein Randphänomen mehr.
In der neuesten Podcast-Ausgabe spricht Host Markus Sturm mit Prof. Dr. Matthias Spörrle und Yannick Fröschle darüber, was Technostress mit uns macht und wie wir ihn sinnvoll managen können.
Fakt ist: Hohe Bildschirmzeiten belasten uns. Gerade Smartphones beanspruchen uns, insbesondere Jugendliche und junge Erwachsene sehr stark. Sie verbringen im Schnitt knapp drei Stunden täglich am Handy – und das ohne die Arbeitszeit am Computer zu zählen.
Die permanente Erreichbarkeit und das ständige Wechseln zwischen Aufgaben und sozialen Gruppen – Psychologen sprechen hier von Switching Costs – zerren an unseren Ressourcen, können auf Dauer Stress erzeugen und folglich unserer Gesundheit schaden.
Dabei ist Technostress nicht per se negativ. Entscheidend ist, wie wir damit umgehen.
Tipps für einen gesunden Umgang mit Technologie
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Bewusst Zeiten auswählen
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Smartphones und Computer müssen nicht ständig „an“ sein. Flugmodus, bewusste Offline-Phasen oder digitale Detox-Zeiten helfen, Abstand zu gewinnen und den Kopf frei zu bekommen.
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Achtsamkeit entwickeln
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Fragen Sie sich: Tue ich das gerade freiwillig oder reagiere ich nur auf die Anforderungen anderer? Selbstverantwortung bedeutet, eigene Prioritäten bewusst zu setzen.
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Digitale Tools sinnvoll nutzen
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Apps, die Bildschirmzeit messen oder Achtsamkeit fördern, können unterstützen – solange sie nicht zur ständigen Kontrolle werden.
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Medienkompetenz fördern
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Gerade bei Kindern und Jugendlichen ist ein bewusster Umgang mit Smartphones entscheidend.
Regeln allein reichen nicht – Begleitung, Reflexion und Aufklärung sind ebenso wichtig. -
Feedback einholen
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Der Austausch mit Familie, Freunden oder Kollegen zeigt oft, ob man sich zu viel zumutet. Externe Perspektiven helfen, Überlastung rechtzeitig zu erkennen.