Kältetherapie
Positiver Kick für Körper & Geist bei -110 °C
-110 °C – das klingt zunächst extrem. Doch stellen Sie sich vor, Sie setzen Ihren Körper für nur drei Minuten einer trockenen, stillen Kälte aus und fühlen sich danach wie neugeboren: erfrischt, klar und voller Energie. Genau das ist das Erlebnis eines Besuchs in unserer Kältekammer.
In der psychosomatischen Medizin kann die Kältetherapie als ergänzende Maßnahme eingesetzt werden, um den Heilungsprozess bei verschiedenen Krankheitsbildern zu unterstützen. Sie fördert die Verbindung zwischen Körper und Geist, was entscheidend für das Verständnis und die Behandlung psychosomatischer Beschwerden ist.
Kältetherapie I Häufige Fragen
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Wie funktioniert die Kältekammer?
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Durch den dreiminütigen Kältereiz wird die Hauttemperatur stark heruntergekühlt – dabei werden natürliche Regenerationsprozesse im Körper angeregt. Die extreme Kälte kann das Immunsystem aktivieren, die Durchblutung fördern und Endorphine frei setzen. Gleichzeitig kommt es zu einer entzündungshemmenden und schmerzlindernden Wirkung.
Wichtig ist, dass es sich um eine „trockene“ Kälte handelt, die von den meisten Menschen als deutlich angenehmer empfunden wird als feuchte Kälte.
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Welche positiven Effekte hat die Kältekammer auf die seelische Gesundheit?
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Der Kältereiz wirkt wie ein gezieltes Training für Körper und Geist. Die psychologischen Wirkungsweisen sind vielfältig:
- Stressbewältigung und Resilienz: Der kurze, kontrollierte Kältereiz aktiviert das „Fight-or-Flight“-System. Ihr Körper lernt so, mit einem Stressreiz effizient umzugehen und danach wieder in die Entspannung zu finden. Dies trainiert Ihre seelische Widerstandsfähigkeit (Resilienz), sodass Sie auch Alltagsstress mit mehr Gelassenheit begegnen können.
- Stimmungsaufhellung: Die Kälte führt zur Ausschüttung von Endorphinen („Glückshormonen“) sowie den Neurotransmittern Dopamin und Serotonin, die für Motivation und Wohlbefinden zuständig sind. Viele Patienten berichten von einem sofortigen Gefühl der Klarheit und einer spürbar gehobenen Stimmung.
- Förderung der Achtsamkeit: Die intensive Kälte zwingt den Geist, sich voll und ganz auf den Körper und den gegenwärtigen Moment zu konzentrieren. Das Gedankenkarussell kommt zum Stillstand. Diese Form der Achtsamkeit hilft, die Verbindung zwischen Körper und Geist zu stärken.
- Stärkung des Selbstvertrauens: Die bewusste Entscheidung, sich dieser Herausforderung zu stellen und sie erfolgreich zu meistern, ist ein kraftvolles Erlebnis der Selbstwirksamkeit. Es stärkt das Vertrauen in die eigene Kraft und die Fähigkeit, auch unangenehme Zustände aushalten zu können.
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Bei welchen Krankheitsbildern wird die Kältetherapie eingesetzt?
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Die Kältetherapie ist eine wertvolle Ergänzung bei vielen psychosomatischen Beschwerden. Aufgrund ihrer Wirkung auf Stimmung, Stressverarbeitung und Schmerzempfinden hat sie sich besonders bewährt bei:
- Depressionen und Burnout: Aufgrund der stark stimmungsaufhellenden und aktivierenden Wirkung.
- Chronischen Schmerzerkrankungen (z.B. Fibromyalgie): Aufgrund der entzündungshemmenden und schmerzlindernden Effekte.
- Schlafstörungen: Der intensive Reiz und die anschließende Entspannungsreaktion des Körpers können die Schlafqualität und -tiefe nachhaltig verbessern.
- Angst- und Anspannungszuständen: Durch das gezielte Training der Stressregulation und die Förderung der Achtsamkeit.
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Wie läuft die Anwendung ab?
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Vor der ersten Anwendung erhalten Sie eine Einweisung durch unser Therapeuten-Team.
- Schutzkleidung: Sie betreten die Kammer nur mit Badebekleidung sowie Handschuhen, Socken, Schuhen, einem Stirnband und einem Mund-Nasen-Schutz, um die empfindlichen Körperstellen zu schützen.
- Kurze Dauer: Der Aufenthalt dauert nur 2-3 Minuten. Sie können die Kammer bei Unwohlsein o.Ä. jederzeit verlassen. Das Gefühl danach wird von den meisten als prickelnd, erfrischend und sehr belebend beschrieben.
- Häufigkeit: 1 – 2 Mal pro Woche wird die Anwendung ergänzend zu den weiteren Therapieangeboten empfohlen.
- Buchung: Sie können die Anwendung über unser Team an der Rezeption buchen. Die Anwendung ist eine Zusatzleistung auf Selbstzahlerbasis.
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Welche gesundheitlichen Gründe schließen eine Nutzung aus?
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Ja, es gibt einige wenige Erkrankungen, bei denen von einer Anwendung abzuraten ist. Dazu gehören unter anderem bestimmte schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z.B. ein kürzlicher Herzinfarkt), eine akute Thrombose, schwere Durchblutungsstörungen oder eine Schwangerschaft. Die genaue Abklärung erfolgt immer im ärztlichen Vorgespräch, um jedes Risiko für Sie auszuschließen.
Check it out!
In diesem Video der ARD Gesundheit wird das Verfahren anhand eines Patientenbeispiels näher erklärt, wobei vor allem die positiven Effekte auf die Psyche hervorgehoben werden.
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