Orientierung finden
Selbstbestimmt die Zukunft gestalten.
Adoleszente reagieren auf Überlastung häufig anders als Kinder oder Erwachsene. Statt ihre Gefühle klar zu benennen, zeigen sich Belastungen oft in psychosomatischen oder verhaltensbezogenen Symptomen wie Reizbarkeit, Rückzug, Leistungsabfall oder Schlafstörungen.
In der klinischen Praxis zeigt sich, dass Orientierungslosigkeit dabei eine zentrale Rolle spielt: Sie kann psychosomatische Beschwerden verstärken und den Therapieverlauf deutlich beeinträchtigen. Anhaltender Stress, innere Unruhe, Motivationsverlust oder depressive Verstimmungen sind mögliche Folgen – ebenso wie Schwierigkeiten beim Einstieg in Ausbildung, Studium oder neue berufliche Wege.
Kompass für die Zukunft
Unser Therapiekonzept orientiert sich am Programm „Jugend-Kompass (JuKo)“, das maßgeblich von unserer Chefärztin Dr. Carolin Göhre entwickelt wurde und als therapeutischer Ansatz ein besonderes Alleinstellungsmerkmal unserer Klinik darstellt.
JuKo verbindet medizinisch-psychotherapeutische Expertise mit einem realitätsnahen Blick auf die Lebenswelt junger Menschen und vermittelt ihnen grundlegende Fähigkeiten zur Stabilisierung ihrer Orientierungsfähigkeit und Selbstbestimmt.
Das Programm ist flexibel und modular aufgebaut und sowohl präventiv als auch therapeutisch eingesetzt werden für:
- Sensibilisierung für Zukunftsentscheidungen
- Entwicklung von Entscheidungsfähigkeit
- Realitätsnahe Selbstreflexion
- Stärkung von Selbstwirksamkeit und Handlungsfähigkeit
Eine wirksame Therapie berücksichtigt zudem die besonderen Bedürfnisse der Adoleszenz – und genau da setzen wir in mehrfacher Hinsicht an:
- Individuelle Beziehungsarbeit: Stabile therapeutische Beziehungen sind entscheidend, da Vertrauen in dieser Lebensphase stark von Authentizität und Gleichrangigkeit abhängt.
- Familiensystemische Einbindung: Eltern und Bezugspersonen werden in den Prozess integriert, ohne die Autonomie des jungen Erwachsenen zu untergraben.
- Entwicklungsorientierung: Therapieziele richten sich nach Themen wie Identitätsfindung, Zukunftsperspektive, Selbstwertstärkung und soziale Kompetenzentwicklung.
- Integratives Therapiekonzept: Die Kombinationen aus Einzel-, Gruppen-, Bewegungs- und Erlebnistherapien hat sich als besonders wirksam erwiesen.
„Wir begleiten Jugendliche und junge Erwachsene dabei, ihren Weg zu finden. Erst wenn eine Perspektive entsteht, wird nachhaltige psychische Stabilität möglich.“
Dr. phil. Carolin Göhre, Chefärztin