Körpers und Psyche
Wie kleine Bewegungen unser seelisches Gleichgewicht stärken können
Viele Menschen erleben Phasen innerer Erschöpfung, Anspannung oder emotionaler Überforderung. In solchen Zeiten fällt es oft schwer, die eigenen Ressourcen zu aktivieren. Insbesondere dann, wenn der Körper scheinbar nicht mitmacht. Doch gerade in diesen Momenten, in denen große sportliche Aktivitäten nicht möglich sind, kann der Körper trotzdem eine wichtige Rolle für die seelische Stabilisierung spielen.
Bewegung als Zugang zu innerer Balance
Ein bewusster Atemzug, aufrecht sitzen, ein leichtes Dehnen oder ein beschwingter Gang ins Bad – das alles sind kleine Faktoren, die das emotionale Gleichgewicht positiv beeinflussen können. Denn der Körper sendet über das Nervensystem Signale ans Gehirn, welche dort Gefühle, Erinnerungen und sogar hormonelle Prozesse auslösen. Bewegungen, die sich angenehm und selbstwirksam anfühlen, fördern dabei die Ausschüttung von beruhigenden, aufhellenden oder stärkenden Neurotransmittern.
Alltagstauglich und wirksam
Ob zuhause, in der Arbeit oder unterwegs: Mini-Impulse, wie das sanfte Strecken der Arme, das bewusste Nicken mit dem Kopf oder ein wohlwollendes Lächeln im Spiegel sind mehr als nur Gesten. Sie vermitteln dem Gehirn Sicherheit und Selbstzuwendung – auch in schwierigen Phasen. Wer morgens mit einem kleinen Hüftschwung in den Tag startet oder sich bewusst mit aufrechter Haltung auf seinen Platz setzt, aktiviert nicht nur Muskeln, sondern auch mentale Kraftquellen.
Kleine Bewegungen – große Wirkung
Der Körper und das Gehirn arbeiten eng zusammen. Über das Nervensystem werden ununterbrochen, in hoher Geschwindigkeit und mit unmittelbaren Effekten auf Stimmung, Konzentration und Stressverarbeitung Informationen ausgetauscht. Deshalb können auch sehr reduzierte, aber gezielt eingesetzte körperliche Impulse eine stabile und stärkende Wirkung auf die Psyche haben. Besonders in Zeiten emotionaler Erschöpfung bieten sie eine niedrigschwellige Möglichkeit, wieder in Kontakt mit sich selbst zu kommen.
Wie wir stehen, gehen, sitzen oder atmen – all das beeinflusst unsere innere Verfassung. Und oft beginnt Veränderung genau dort: im bewussten Wahrnehmen dieser körperlichen Zustände. Es geht nicht darum, sich zu überfordern, sondern zu spüren, was einem möglich ist. Auch wenn es nur ein kleiner Schritt ist – er kann manchmal der erste zurück zu Stabilität und Selbstwirksamkeit sein.
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