Psychische Belastungen bei Schülern
Beide Lehrer machen in ihrer täglichen Arbeit häufig die Erfahrung, dass Schüler große Angst haben zu versagen oder falsche Entscheidungen für ihre Zukunft zu treffen. Selbst kleine Rückschläge können bei ihnen starke Sorgen um den weiteren Lebensweg auslösen. Deshalb führt z.B. Chris Scheitzeneder regelmäßig Vier-Augen-Gespräche mit seinen FOS-Schülern, um sie aufzufangen und ihnen Orientierung zu geben – bewusst, weil er weiß, wie gnadenlos perfektionistisch viele junge Menschen mit sich selbst umgehen.
Während Schwächen den Schülerinnen und Schülern meist leicht auffallen und benannt werden können, fällt es ihnen oft schwer, ihre eigenen Stärken zu erkennen und zu formulieren. Die Vielzahl an Möglichkeiten und äußeren Einflüssen sorgt zusätzlich für Orientierungslosigkeit. Fragen wie „Was will ich wirklich?“, „Wo liegen meine Talente?“ oder „Welcher Beruf passt zu mir?“ beschäftigen sie ständig und erzeugen Druck.
Ein weiterer entscheidender Faktor für die psychische Gesundheit ist die intensive Mediennutzung. Kurze Aufmerksamkeitsspannen, hoher Konsum und ständige Vergleiche in sozialen Netzwerken können sich negativ auf das Selbstbild und die Konzentrationsfähigkeit der Jugendlichen auswirken.