Corona wird häufig als Bedrohung erlebt – entweder als potenziell tödliche gesundheitliche Bedrohung für Ältere und Menschen mit Vorerkrankungen. Erfahren Sie, wie Stressbewältigung, Resilienz und tiefenpsychologische Ansätze Ihnen helfen können, individuelle und wirksame Antworten auf Ihre Corona-Ängste zu finden. Unser spezielles Behandlungsprogramm „Leiden an und mit Corona“ bietet einen geschützten Rahmen, in dem Sie verstehen lernen können, wie Corona Ihre „Wunden“ berührt und gezielt verarbeitet werden können.
Corona
Individuelle, wirksame Antworten finden.
Corona macht Angst und belastet massiv.
Corona wird häufig als Bedrohung erlebt – entweder als potenziell tödliche gesundheitliche Bedrohung für Ältere und Menschen mit Vorerkrankungen.
Die so entstehende Angst und Verunsicherung lässt sich schwer verdrängen, gleichzeitig ist absolute Sicherheit durch Kontrolle nicht möglich. Darüber hinaus werden wesentliche psychologische Grundbedürfnisse nach Bindung und sozialer Nähe, Kontrollierbarkeit, Selbstwirksamkeit, Spontaneität und Lebendigkeit verletzt.
Menschen mit Belastungen in der Lebensgeschichte oder traumatischen Lebenserfahrungen können z.B. durch diese erneuten Erfahrungen von Einsamkeit in massive psychische Krisen geraten, die sich als Depression, Ängste, körperliche Funktionsstörungen äußern. Aber auch Menschen, die sich bisher als seelisch sehr stabil erlebt haben, können in psychosoziale Krisen geraten.
In Belastungssituationen aktivieren wir üblicherweise persönliche Ressourcen wie Reisen, kulturelle Aktivitäten, Freunde treffen, Sport machen, in einem Chor singen o.ä.
Stressbewältigung | Resilienz | Verstehen.
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A | Stressbewältigung
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Die Corona-Krise, die Corona-Pandemie stellte eine chronische Stresssituation dar.
Aus langjähriger Erfahrung in der Behandlung von Patienten mit Depressionen, Ängsten oder Burnout entwickelten wir ein besonders wirksames Modell der Stressbewältigung.
Der geschützte Rahmen und unsere bindungsorientierte Arbeit dämpft hohe Anspannung (Hyperarousal).
Auf neurobiologischer Grundlage gibt es gezielte Angebote auf körperlicher Ebene (Embodiment), eine gezielte Aktivierung musisch-kreativer Ressourcen (limbisches System). Die Klinik verfügt über ein breites Behandlungsspektrum, Ressourcen zu aktivieren. In der Einzeltherapie geht es darum, individuell passende Wege zu finden, die menschlichen Grundbedürfnisse nach Grave entfalten zu können.
Auf therapeutischer Ebene gibt es gezielte Angebote zur Emotionsregulation, sogenannte Skills, um Ängste und Befürchtungen abzubauen und wieder Offenheit und Interesse, das sogenannte Explorationssystem, nutzen zu können.
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B | Resilienz entwickeln
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Wir unterstützen unsere Patienten dabei, wieder ein Kohärenz-Gefühl (Sense of Coherence nach dem Begründer der Resilienzforschung Aaron Antonovsky) zu entwickeln.
Die Grundlagen (Verstehbarkeit, Handhabbarkeit und Sinnfragen) werden in den Gesprächsgruppen thematisiert und dann individuell in der Einzeltherapie vertieft.
Wir unterstützen Sie dabei, Resilienz zu entwickeln, indem Sie persönliche Stärken wiederentdecken, Achtsamkeit entwickeln und wieder Selbstwirksamkeit, d.h. die Fähigkeit, auch in schwierigen Situationen etwas bewirken zu können, erleben.
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C | Verstehen
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Verstehen auf dem Hintergrund der Lebensgeschichte
Stressbewältigung, das Erlernen von sogenannten Skills zur Bewältigung von Hyperarousal und das Wiedererleben von Resilienz sind nachgewiesenermaßen therapeutisch hoch wirksam.
Darüber hinaus können lebensgeschichtliche Belastungen, z.B. im Elternhaus, oder Erfahrungen von Einsamkeit und Isolation als Kind bei Krankenhausaufenthalten „wunde Punkte“ darstellen.
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Psychologische Folgen
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Insbesondere bei Kindern und Jugendlichen werden anstehende Entwicklungsschritte von der Autonomieentwicklung, der Ablösung vom Elternhaus bis zum Anschluss an Peer Groups deutlich erschwert.
Wir stellen immer wieder fest, dass Patienten, die psychiatrisch-psychotherapeutische Vorerkrankungen haben, mit den o.g. Belastungen durch Corona besonders schlecht zurechtkommen. Der Wegfall von Ressourcen, das Erleben von Isolation und Einsamkeit führt zu einer deutlichen Zunahme von Depressivität, Ängsten und auch Somatisierungen.
Niedergelassene Therapeuten berichten von erhöhtem Behandlungsbedarf. Wir erleben bereits, dass auch der Bedarf an stationärer Psychosomatik und Psychotherapie zunimmt. Gleichzeitig sehen wir auch gehäuft psychosoziale Krisen bei Menschen, die zuvor psychisch stabil waren. Ob es bezogen auf die Gesamtbevölkerung zu einer Zunahme von Depressionen kommt, kann abschließend derzeit wissenschaftlich noch nicht beantwortet werden.
Chancen durch tiefenpsychologisch orientiertes Behandlungskonzept
„Wunde Punkte“ verstehen zu lernen und gezielt zu verarbeiten – das ist Ziel unseres speziellen Programmes „Leiden an und mit Corona – individuelle und wirksame Antworten finden“.
Neben dem geschützten Rahmen unserer Klinik ChiemseeWinkel hat sich hierbei insbesondere unser integratives Therapiekonzept mit intensiver Einzeltherapie (3x/Woche), Gruppentherapie (2x/Woche), sowie den am Fühlen und Erleben ansetzenden Verfahren (Kunst-, Musik-, Körpertherapie) als besonders hilfreich und wirksam erwiesen. Unsere Klinik verfügt mit nur wenigen 50 Behandlungsplätzen über einen besonders sicheren, geborgenen Rahmen.
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