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Behandlungsschwerpunkte und Therapieangebot der Klinik ChiemseeWinkel

Unser Therapieangebot umfasst den gesamten Bereich von Psychosomatik und Psychotherapie.

  • Psychische Störungen wie Depressionen, Angst und Panikstörungen und Zwänge
  • Störungen der Organfunktionen (psychosomatische Störungen, funktionelle Störungen die oft schon lange bestehen)
  • Akute und chronische Belastungsreaktionen und Burnout-Syndrome
  • Bindungs- und Beziehungsstörungen, einschließlich arbeitsplatzbezogener Konflikte
  • Psychotherapie bei älteren Menschen
  • Krisen und traumatische Reaktionen nach Unfällen, Verlusterfahrungen, schweren Krankheiten oder Operationen
  • Lebenskrisen, Sinnkrisen, Beziehungskrisen, berufliche und persönliche Identitätskrisen.

Wir haben spezialisierte Behandlungsangebote für Lehrer, Führungskräfte und Menschen in helfenden Berufen.

Spezifische Therapieangebote

Es bestehen spezifische Therapieangebote für:

  • Depression
  • Angst
  • Trauma
  • Schmerz
  • Burnout
  • Zwänge
  • Trauer
Einzeltherapie

Ausgangspunkt der Behandlung bildet die ausführliche Erhebung Ihrer Vorgeschichte, die körperliche Untersuchung, sowie die Sichtung aller Vorbefunde. 

Auf dem Hintergrund der Kenntnis Ihrer Lebensgeschichte erarbeiten Sie und Ihr Einzeltherapeut ein gemeinsames Verständnis der prägenden Einflüsse Ihres Lebens Ihrer besonderen Ressourcen und Fähigkeiten sowie ein individuelles Verstehensmodell, wann es zu Symptomen, Konflikten oder Beschwerden kommt. Gemeinsam können dann Therapieziele abgestimmt und Lösungsstrategien erarbeitet werden. 

Symptome sind für uns Hinweise auf verletzte Grundbedürfnisse - Psychotherapie daher eine Wachstums- und Entwicklungschance.

Gruppentherapie

Die Gruppentherapie findet zweimal die Woche unter der Leitung Ihres zuständigen Einzeltherapeuten statt. Gruppen haben ein anderes Wirkprofil als die Einzeltherapie und den Vorteil, dass Sie Ihre persönliche Geschichte teilen können, Anteilnahme und Austausch erfahren und sich in anderen Teilnehmern spiegeln. 

Für manche mag dies eine sehr ungewohnte Vorstellung sein, Gruppentherapien haben sich aber über Jahrzehnte in der Behandlung seelischer Probleme und Krisen sehr bewährt. 

Für viele Patienten ist es eine überraschende und oft sehr heilsame Erfahrung, mit schambesetzten Symptomen wie z.B. Zwang, Ängsten oder einer depressiven Antriebshemmung nicht alleine zu stehen. In einer Öffnung vor den Mitpatienten/Innen können diese als Betroffene wichtige Impulse geben, der Patient lernt dadurch, sich selbst besser zu verstehen. 

Auch der Umgang mit schwierigen Gefühlen wie z.B. Trauer, Ärger oder Kränkung kann reflektiert und gesündere Bewältigungsstrategien können eingeübt werden. Darüber hinaus bietet die Gruppenarbeit die Möglichkeit, Zusammenhänge zwischen den individuellen Beziehungsmustern und Beschwerden zu erkennen oder zu beantworten.

Erlebnistherapien

Unser integratives Konzept sieht die Teilnahme an mindestens einer der unten genannten Erlebnistherapien vor.

Bei den Erlebnistherapien (hierzu gehören Musik-, Kunst-, Tanztherapie und Konzentrative Bewegungstherapie KBT) handelt es sich um spezialisierte psychotherapeutische Verfahren, die - jedes in seiner spezifischen Art - die nonverbalen Ausdrucksmöglichkeiten des Menschen nutzen, anregen und entwickeln. 

Während verbale Verfahren, wie die Einzeltherapie, vor allem die sprachdominante linke Hirnhälfte nutzen, aktivieren die Erlebnistherapien in besonderer Weise das intuitive und kreative Potenzial der rechten Hirnhälfte. In den Erlebnistherapien können Sie sich in Ihrem Empfinden, Wollen und Denken wahrnehmen und entfalten, frühere Erfahrungen aktualisieren und integrieren und neue Sichtweisen, Verhaltensweisen bzw. Bewegungsmöglichkeiten entwickeln. 

In einer Abschlussrunde können Sie Ihre Erfahrungen teilen und reflektieren. Es sind keinerlei tänzerische, künstlerische oder musikalische Vorkenntnisse und Talente notwendig.

Musiktherapie

In der Musiktherapie wird die Musik als Sprache der Gefühle und Erinnerungen  - eine Sprache jenseits der Worte - verstanden, was uns zu sehr frühen Formen des Miteinanders und den dazu gehörenden Gefühlen führt.

Hören, Spüren, Fühlen, Wahrnehmen stehen während der aktiven und rezeptiven Musiktherapie im Fokus. Durch reflektierende Gespräche in der Gruppe wird im Anschluss versucht, das jeweils Erlebte zu verstehen und einzuordnen. 

In der aktiven Musiktherapie lassen sich die Patienten gemeinsam auf einen spielerisch-improvisierten klanglichen oder rhythmischen Ausdruck ein. Leistungsorientierte Vorstellungen von Musik können einem neuen inneren intuitiven Ausdruck Platz machen.

Die rezeptive Musiktherapie hat den Fokus auf dem inneren Erleben. Das Wahrnehmen und das Hören von Musik fördert die innere Zentrierung, sie lenkt das Bewusstsein auf die damit verbundenen Erinnerungen und Assoziationen.

Kunsttherapie

Das Wissen um die heilende Wirkung von Bildern und Imaginationen reicht bis in die Anfänge der Menschheit zurück. 

In der Kunsttherapie wird diese alte Heiltradition mit modernem psychotherapeutischem Fachwissen verknüpft, d.h. Sie haben die Möglichkeit, sich mit verschiedenen Materialien zum Malen und Plastizieren gestalterisch auszudrücken.

Auch ohne Vorkenntnisse können Sie mit Farben und Formen experimentieren und Neues entdecken. Auf spielerische Weise entfalten sich kreative Impulse und heilsame Prozesse.

In der Kunsttherapie können Sie persönliche Themen ohne Worte ausdrücken. Dabei lernen Sie, Ihren Gefühlen, Bedürfnissen und Wünschen Raum zu geben. Alles was Sie bewegt, darf auftauchen und sich im geschützten Rahmen zeigen.

Die entstandenen Werke können Ihnen unerwartete Hinweise geben zu Ihrer aktuellen Situation und zu Ihren Entwicklungsmöglichkeiten. Die achtsame Bildbetrachtung in der Gruppe kann helfen neue Sichtweisen zu gewinnen.

Tanztherapie

In der Tanz- und Körperpsychotherapie können Sie sich über Mimik, Haltung, Gestik und Bewegungssequenzen Verhaltens- und Wahrnehmungsmuster bewusst machen.

Durch das Spüren, Erkennen und Verstehen von körperlichen Signalen und inneren Impulsen lernen Sie, Ihren Körper als wertvollen Bestandteil Ihrer Persönlichkeit zu erleben und zu einem ganzheitlichen Wohlbefinden von Körper, Geist und Seele zu finden. 

Über die direkte Körperarbeit und durch das bewusste Erleben Ihres Körpers finden Sie im achtsamen Ausprobieren von neuen Bewegungen oder von Bewegungen, die Sie lange nicht mehr kannten, neuen Zugang zu Ihren eigenen kreativen Stärken. Diese Potentiale helfen Ihnen, seelische und körperliche Blockaden zu lösen, erneut Vitalität und Energie zu empfinden und Ihren eigenen inneren Rhythmus wieder wahrzunehmen, sowie in den tänzerischen Ausdruck zu bringen.

Eine besondere Qualität der Tanztherapie ist die stärkende Kraft von gemeinsamer Bewegung und dem Tanzen in Gemeinschaft. Durch das soziale Miteinander beim  Tanzen erfahren Sie unmittelbar "am eigenen Leib" Zugehörigkeit, Sicherheit, Geborgenheit und strukturellen Halt.

Methoden der Tanztherapie sind unter anderem die Imitation, die Improvisation, das tänzerische Arbeiten mit Ritualen und Medien, Kreistänze sowie die Arbeit mit Rhythmus und Stimme. Die Tanztherapie arbeitet mit und ohne den Einsatz von Musik. Weitere therapeutische Ansätze, wie zum Beispiel die Atemtherapie, werden integriert.

Konzentrative Bewegungstherapie (KBT)

Die KBT ist eine körperorientierte psychotherapeutische Methode, bei der Wahrnehmung und Bewegung als Grundlage des Denkens, Fühlens und Handelns diagnostisch und therapeutisch genutzt werden. Hintergrund der KBT sind psychoanalytische, entwicklungspsychologische, lerntheoretische, neurowissenschaftliche und humanistische Theorien.

Zur therapeutischen Arbeit gehört ein Handlungsteil, bei dem Sie zur Selbstwahrnehmung angeregt werden, das kann in Ruhe und Bewegung, in der Beziehung zum umgebenden Raum und zu anderen Menschen sein. Das Erlebte wird reflektiert und durch Assoziationen vertieft. Dabei können Erinnerungen angeregt werden, die bis in die frühe Kindheit zurückreichen.

Unbewältigte Konflikte schlagen sich auch im körperlichen Ausdruck als Haltung, Bewegung und Verhalten nieder. Die Arbeit mit Symbolen hilft Ihnen, bisher nicht in Worte fassbare Gefühle differenzieren und mitteilen zu können. Dadurch kann Ihnen die aktuelle Beziehung zu sich und anderen vor dem Hintergrund früherer Erfahrungen begreifbar werden.

Die gewonnenen Erkenntnisse können Sie durch ein "Handeln auf Probe" innerhalb der Therapie zu neuen Möglichkeiten führen: über die Betrachtung, Abwägung und Distanzierung von belastenden und kränkenden Erfahrungen werden Ihr Selbstvertrauen und Ihre Handlungskompetenz gestärkt. Dabei werden spielerisch neue, oft verblüffende Lösungswege deutlich.

Co-Therapie

Co-Therapeuten sind examinierte Pflegefachkräfte mit Zusatzqualifikationen. Sie stehen bei Krisensituationen als erster Ansprechpartner zur Verfügung und sind wichtige Bezugspersonen. Den Patienten Hilfe zur Selbsthilfe zu geben steht dabei im Vordergrund (aktivierende Hilfe). 

Die Co-Therapeuten können Hilfe und Unterstützung bei der Tagesstrukturierung geben, aber auch Hilfe beim Umgang mit Krisen oder emotional belastenden Situationen und im Bedarfsfall auch unterstützende Einzelgespräche. Es ist eine wesentliche Aufgabe der Co-Therapeuten, die psychosomatische Klinik als einen Ort der Heilung für Patienten zu gestalten und in der Abteilung, die Atmosphäre von Respekt, Toleranz und Wertschätzung mitzugestalten.

Co-Therapeuten leiten selbständig spezielle Therapiegruppen, u.a.:

  • Training sozialer Kompetenzen
  • Stabilisierungsgruppe
  • PME nach Jacobson
  • Achtsamkeitsgruppe
  • Fertigkeitengruppe
Paar- und Familientherapie

Befriedigende Paar- und Familienbeziehungen gehören zu den menschlichen Grundbedürfnissen und tragen zu unserer Gesundung bzw. Gesunderhaltung wesentlich bei.

Wenn möglich und nötig beziehen wir gerne wichtige Bezugspersonen wie Ihren Partner/ Ihre Partnerin in die Therapie mit ein. In den therapeutisch begleiteten Paar- oder Familiensprächen helfen wir Ihnen, eine Bestandsaufnahme zu machen und entwickeln mit Ihnen Ideen, welche Entwicklungsschritte hilfreich sind, um Partnerschaft oder Familiensituation zu verbessern.

Sport- und Bewegungstherapie

In der Bewegungstherapie geht es darum, wieder Lebendigkeit, Beweglichkeit und Freude an Bewegung und der Natur erleben zu können.

Medizinische Trainingstherapie (MTT)

Unsere modernen Trainingsgeräte werden individuell auf Sie abgestimmt, Ziel ist die Verbesserung von Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit und Koordination.

Ausdauertraining

Viele psychische Störungen wie Burnout oder Depression gehen mit einem erheblichen Trainingsverlust einher. Ziel des Ausdauertrainings ist es, in selbstbestimmter Form (walken, joggen, o. a.) wieder mehr Leistungsfähigkeit, vor allem aber mehr Vitalität zu spüren. 

Therapeutische Wahrnehmungsgruppe

Ausgangspunkt kann jede sportliche oder Alltagsbewegung sein. In dieser therapeutisch geleiteten Gruppe werden Bewegungen auf vielfache Weise variiert und die innere Wahrnehmung der Zusammenhänge von Bewegung und biografisch bedeutsamem Erleben wird gefördert. Günstigere Bewegungs- und Wahrnehmungsmuster werden übend verfestigt.

Qi Gong

Qi Gong ist eine chinesische Bewegungs-, Meditations- und Konzentrationsform, um Körper und Geist in Einklang zu bringen und die Lebensenergie zu stärken. Die Bewegungen werden sanft, geschmeidig, langsam, natürlich und ungezwungen durchgeführt und bei Bedarf auch an körperliche Einschränkungen angepasst. 

Progressive Muskelentspannung (PME)

Progressive Muskelentspannung (PME) 

Diese leicht zu erlernende Entspannungsmethode wurde von dem Physiologen Edmund Jacobson entwickelt. Das Prinzip dieser Methode ist, dass nacheinander die wesentlichen Muskelgruppen des Körpers willentlich zuerst angespannt und dann entspannt werden. 

So lernen Sie, den Unterschied zwischen "Halten" und "Loslassen " wahrzunehmen, sich körperlich zu entspannen und dadurch zu einer innerlichen Ruhe und in einen angenehmen Entspannungszustand zu kommen.

Physiotherapie und Klassische Massage
Klassische Massage

Die Wirkung entfaltet sich über die mechanische Beeinflussung der Haut und der darunter liegenden Weichteile. Durchblutung und Muskelspannung werden verbessert, Schmerzen gelindert und eine Entspannung des gesamten Organismus kann eintreten.

Physiotherapie

Die Physiotherapie ist eine Behandlung mit dem Ziel Funktions- und Aktivitätseinschränkungen des Patienten - oft bedingt durch Schmerzen - zu verbessern. Sie orientiert sich an den Beschwerden, die in der physiotherapeutischen Untersuchung festgestellt werden.

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